Konzept

Station 8

Station 8

Ceuta/Spanien und Markokko: „Europa in Afrika“
Mit dem Schiff fahren wir von Gibraltar in die Enklave Ceuta. Dort erwarten uns die größten Sperranlagen, die Europa bisher errichtet hat. Immer wieder versuchen Menschen mit primitiven Leitern, die bis zu acht Meter hohen Zäune zu überwinden. Da, wo die Zäune im Meer enden, versuchen immer wieder Verzweifelte, die Grenzanlagen zu umschwimmen.
Wir gehen zu Fuß herüber auf die marokkanische Seite und sprechen auf beiden Seiten des Zauns mit Menschen, für die die Schandmauern unserer Tage zum Alltag gehören.
Die Landgrenze zwischen der EU und Afrika ist das genaue Gegenstück zum einstigen “Eisernen Vorhang” – und sie entstand genau in dem Moment, in dem die Mauern im Innern Europas fielen.Kaum zu glauben, dass in Ceuta bis Anfang der 1990er Jahre lediglich ein Zäunchen von gerade einmal 1,20m Höhe stand, ohne dass es hier je zu Problemen gekommen wäre.
Was ist geschehen, das Europa an seiner Südflanke plötzlich so tödlich aufrüstet?