Konzept

Station 1

Station 1

Berlin: Spuren der Mauer

Wir starten die Reise da, wo sie auch für unseren Protagonisten begonnen hat. In Berlin.

Elias Bierdel – Kind von DDR-Flüchtlingen – wuchs im Westen der geteilten Stadt in unmittelbarer Nähe zur Grenze auf. Schon als Kind begriff er intuitiv, dass dort furchtbares Unrecht geschah. Wer damals Flüchtlinge “illegal” über die Grenze brachte, der wurde als Held und “Fluchthelfer” gefeiert. Dass die “Schandmauer” von einst aber nicht verschwunden ist, sondern nur um einige Kilometer verschoben wurde, das wurde ihm erst viele Jahre später klar. Und dass die Lebensrettung für Schiffbrüchige im Mittelmeer heute nicht mehr als Hilfsleistung bewertet wird, sondern als “Schlepperei” kriminalisiert wird, hat er in einem sechsjährigen Gerichtsverfahren am eigenen Leib erlebt.

Hier beginnt der Film und hier wird er auch enden: Denn im Oktober feiert Deutschland den 25. Jahrestag des Mauerfalls. Diese Ebene, die auf unsere Lebensrealität Bezug nimmt dient als dramaturgische Klammer und verdeutlicht, dass unser Thema mit uns allen zu tun hat.